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Verbraucher fordern umweltfreundliche Lebensmittel

In einem Bericht von führenden Forschern der Lebensmittel-, Getränke- und Konsumgüterindustrie aus dem Jahr 2007 wurden vier Haupttrends aufgezeigt, die sich auf den Kauf von Konsumgütern auswirken: eine stärkere Nachfrage nach gesunden verpackten Produkten, mehr ethnische Auswahlmöglichkeiten, mehr aromatische Lebensmittel und nicht zuletzt lokaler angebaute oder hergestellte Lebensmitteloptionen, die auf ökologisch verantwortliche Weise hergestellt werden.

Während die ersten drei Trends die ständigen Anforderungen der Verbraucher widerspiegeln, veranlassen die vierten die Lebensmittelhersteller, viele Aspekte ihres Geschäfts neu zu bewerten, einschließlich der Quellen für Zutaten, Verpackungen , Produktionsanlagen und Transportmittel. Einige Lebensmittelunternehmen haben begonnen, diesem wachsenden Konsumentenbedenken Rechnung zu tragen, indem sie eine “Treibhausgasinventur” durchführten, um festzustellen, wie viel Kohlendioxid bei der Herstellung und dem Versand ihrer Produkte in die Atmosphäre freigesetzt wird. Ihr Ziel ist es, den “Carbon Footprint” ihrer Produkte zu reduzieren. Dies ist ein weiterer Name für die Gesamtsumme der Treibhausgase, die beim Transport von Lebensmitteln von Farmen und Fabriken zu Verbrauchern entstehen.

Wenn man an alles denkt, was bei der Herstellung und dem Versand eines Lebensmittelprodukts anfällt – von der Verarbeitung über die Kühlung bis hin zum Betanken des Transports und der Verpackung -, kann man leicht erkennen, warum sein CO2-Fußabdruck überraschend groß sein kann. Heutzutage erzeugt der Durchschnittsmensch allein durch den Verzehr von Nahrungsmitteln fast 5.000 Pfund Kohlendioxid pro Jahr. Im Vergleich dazu werden durch eine Vielzahl von Haushaltsaktivitäten wie Reinigen oder Einschalten von Lichtern nur etwa 3.000 Pfund Kohlendioxid erzeugt.

Natürlich erhöht der Transport von Lebensmitteln das Problem nur, weil neben den Kraftstoffkosten auch mehr Energie benötigt wird, um die Lebensmittel frisch zu halten, und Luft- und Lärmbelästigung durch gasfressende Lastwagen erzeugt wird. Da die Zahl der importierten landwirtschaftlichen und verpackten Waren in den USA weiter zunimmt, ist der Einkauf bei Quellen, die “Lebensmittelmeilen” berücksichtigen – ein Begriff, der beschreibt, wie weit Lebensmittel reisen, bevor sie den einkaufenden Verbraucher erreichen – für die USA wichtiger grüne Bewegung als je zuvor. Dies hat natürlich den Kauf von lokal angebauten oder hergestellten Lebensmitteln zu einer populäreren Option gemacht. Ein Besuch vor Ort ist eine Möglichkeit, wie Verbraucher frische, gesunde Lebensmittel kaufen und die Umwelt vor den Treibhausgasen schützen können, die für den Transport dieser Lebensmittel über große Entfernungen erforderlich wären.

Verbraucher möchten auch umweltfreundliche Veränderungen bei der Lebensmittelverpackung sehen, beispielsweise die Minimierung des Einsatzes von Kunststoff und anderen nicht-grünen Materialien. Tatsächlich ist mindestens ein Drittel der Käufer weltweit besorgt über die ökologischen Auswirkungen von Lebensmittelverpackungen, so die Umfrageergebnisse des Lebensmittelmagazins Restaurant and Institutions . Eine weitere Umfrage, die im Februar 2008 von der Nielsen Company durchgeführt wurde, ergab, dass 48 Prozent der 25.000 Befragten bereit waren, überflüssige Verpackungen zum Wohle der Umwelt aufzugeben – eine Zahl, die in den letzten sechs Monaten um 17 Prozent zugenommen hat. Die meisten Forscher sind sich einig, dass globale Umweltinitiativen diese Haltung der Verbraucher stark beeinflusst haben – eine Haltung, die die Lebensmittelhersteller weiterhin dazu drängen wird, umweltfreundliche Verpackungsalternativen zu finden.

Glücklicherweise scheinen die Lebensmittelhersteller mit zunehmendem Verbraucherdruck die Botschaft zu verstehen. Während die grüne Bewegung voranschreitet und die Umweltauswirkungen von Unternehmenspraktiken von den Medien und Verbrauchern genauer untersucht werden, setzen hochkarätige Unternehmen Zeichen. Beispielsweise startete IBM 2007 eine “Project Green” -Kampagne, in deren Rahmen 1 Milliarde US-Dollar in umweltfreundlichere Produktionsstrategien für ihre Produkte investiert wurden. Die Computerfirma Dell recycelt gebrauchte Maschinen jetzt kostenlos. und Rupert Murdoch, Inhaber der News Corporation, gaben im vergangenen Jahr bekannt, dass er bis 2010 ein “klimaneutrales” Unternehmen anstrebt (ein solches Unternehmen verursacht keine Treibhausgasemissionen) Von kleinen Bio-Snack-Produzenten bis zu großen Fast-Food-Ketten steigt man in den Zug. Wie unzählige Führungskräfte von Lebensmittelunternehmen und Tante-Emma-Betreiber herausfinden, sind echte umweltfreundliche Initiativen nicht nur das Anliegen von Umweltaktivisten und Verbrauchern, sondern können auch den Weg für ein erfolgreiches modernes Unternehmen ebnen.

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